Streit um Wagners Klavier geht weiter
News vom Mittwoch, 10.04.2013
Der Streit um ein Klavier des Komponisten Richard Wagner geht weiter. Ein vor wenigen Wochen vor dem Oberlandesgericht OLG Dresden abgeschlossener Vergleich ist geplatzt. Das teilte die Stadt Leipzig am 9. April 2013 unter Berufung auf das OLG mit.
Die Wagner-Urenkelin Iris habe den Vergleich widerrufen. Sie hatte die Stadt Leipzig und die Richard-Wagner-Stiftung Bayreuth verklagt, um die Eigentumsrechte an dem Instrument zu klären. Leipzig ist der Geburtsort von Wagner. Nach dem Vergleich wäre Leipzig Eigentümerin des Klaviers. Dieses sollte aber in Bayreuth bleiben – und nur zeitweise in Wagners Geburtsstadt kommen. Über die Gründe des Widerrufs sei nichts bekannt, hieß es bei der Stadt. Die Stiftung habe aber zugesichert, dass das Klavier in den kommenden Tagen wie geplant nach Leipzig geschickt werde.
Ursprünglich gehörte das Klavier Wagners Schwiegertochter Winifred. In den Kriegswirren gelangte es nach Leipzig, wo es bis 1998 im Depot des Stadtgeschichtlichen Museums stand. Dann schlossen das Museum und die Stiftung einen Leihvertrag. Das Instrument kam nach Bayreuth und blieb auch nach dem Auslaufen des Vertrages dort. Beide Seite stritten gerichtlich über die Frage, wem das Klavier nun eigentlich gehört. In diesen Zwist schaltete sich noch die Wagner-Urenkelin Iris ein, die Ansprüche der Erbengemeinschaft anmeldete. Richard Wagner wurde am 22. Mai 1813 in Leipzig geboren. Er starb am 13. Februar 1883 in Venedig.
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